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Lasse Hejll | foto/bilder | webdesign | stäng fönster
 
Galleri Lilith Waltenberg
Bergsgatan 9 i Malmö
 
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Vernissage fredagen den 4 juni kl 17 – 20
Utställningen pågår till och med lördagen den 3 juli
Öppet:
onsdag – fredag kl 12 – 17:30
  lördagar kl 12 – 16
 
 
Ride1  
 
EngelskaTyska
Jost Vobeck
Pictorial Turns
"Pictorial Turns", Digitaldruck auf Leinwand    
     
 
Nach 25 Jahren kehrt  der Künstler Jost Vobeck  nach Malmö zurück. Es waren drei Ausstellungen in Malmö und eine in Oslo in Kooperation mit Galerie Nordenhake in Malmö und der der Berliner Galerie Rudolf Springer.
Der Titel dieser Ausstellung 2010, „Erinnerung an die Zukunft!“, zeigt den Bogen, den künstlerischen Entwicklungsgang sowie den jederzeit im Werk spürbaren Impetus. 

 
Als der Künstler 1985 begann mit seinem ersten Apple-Computer (128 K, mit System 3 Sterne paradise) seine frühen Zeichnungen und Arbeiten aus Papiere zu digitalisieren und mit Bildbearbeitungsprogrammen zu verändern, waren die Möglichkeiten begrenzt. Mit der Entwicklung der Multimediatechnik wurden seine künstlerischen-digitalen Experimente freier und seine Vermutung, auf digitaler Ebene sich künstlerisch zu entfalten und das Massenmedium des 21.Jahrhunderts  kreativ zu besetzen, wurde wahr.
 
Erinnerung an die Zukunft!  Eine Installation des Künstlers Jost Vobeck
 
Der Scanner als symbolischer Akt. Eine Passage durch die Zeit.
 
In einer dunklen Box hängen beweglich Streifen von der Decke herab, es sind die in Streifen geschnittene Titelbilder aus vier Jahrzehnten der größten deutschen Illustrierte („Stern“), sie bewegen sich und berühren uns als Vorder- und Rückseite. Ein taktiler Reiz, der symbolisch verlorene Zeit, ehemalige Titelgeschichten fühlbar machen könnte!
 
Aber ebenso wenig, wie medienaktuelle Horrorszenarien uns wirklich berühren, durchstreifen wir unbewusst einen dunklen Korridor, ohne von der verflossenen Zeit, die in den Printmedien dokumentiert wird, tatsächlich ergriffen zu sein.
 
Im Innenraum hängt hinter den Streifen auf der linken Seite ein Bild. Es zeigt Shiva und Sakti in versöhnender Umarmung. Gegenüber hängt ein Gegenspieler, der Mahakala, ein Urbild für  die dunklen Mächte, den Missbrauch und die Gier. Beide Bilder gehören zu dem Zyclus „Augeniale 2008“.
 
Auch hier eine bipolare Anordnung in einem engen Korridor, der zu passieren ist. Am Ausgang empfangen uns Vobecks pictorial turns: ein irrisierendes Leuchten, wellcome to the Cyberspace!
 
Es sind Prints aus der digitalen Welt.
 
Wir alle haben die Hoffnung auf einen Funken Ewigkeit, auf ein Nachleuchten von der anderen Seite des kosmischen Raums. Dieser Blick in die Spiegel, in die unberührte Weite eines Himmels, den wir nicht wirklich ermessen können, bleibt eine Illusion! Das Worldwideweb ist nur ein Vorspiel! Ein Vexierspiel, der Versuch einer virtuellen Fixierung.
 
"Moona Man!“ (Bildtitel 1976/2010) zeigt in seiner überraschenden Einfachheit gleichzeitig etwas von jener Komplexität, die uns umgibt und die der Bilderwelt Jost Vobeck zu eigen ist.

 
Es ist eine Ausweitung des Werks in den virtuellen Raum, doch dieser  ist bereits ahnbar in den früheren Bildern. In den Polylagen bündelt und bricht sich das Licht an den Struktur gebenden Schnittkanten, die sich wie ein Netz über die gesamte Bildfläche legen. Jetzt, im digitalen Bild, werden sie zu flirrenden leuchtenden Linien. Wie bei einem illuminierten Spinnennetz öffnet sich ein Universum.
 
Es ist eine Ausdehnung ins Unbekannte, eine Anspielung auf jene Dunkle Materie, von der wir alle umgeben sind.
 
Was zunächst wie der weiße Schnee einer elektronischen Bildstörung wirkt, entfaltet sich zu Lichtsplittern und fernen Leuchtpunkten, die sich augenblicklich wieder entziehen.
 
Der digitale Transfer seiner Artefacte macht etwas deutlich, was ideell und kompositorisch bereits in den translucenten Polyclagen angelegt ist. Der Blick in den geöffneten Raum hinter seinen Bildern deutet auf eine sphärische Unendlichkeit hin, die die Frage aufblitzen lässt:
 
Was bleibt?
 
Selbstironisch ist diese  Frage auf die Kunst generell und auf das eigene Werk bezogen. Die Transscribierung der eigenen Bildsprache in eine digitale Sprache kommt einem Selbstversuch gleich, der diese existentielle Frage mit künstlerisch-digitalen und auch experimentellen Mitteln zum Thema macht.
So ist es auch ein ironisches Spiel mit dem Verschwinden, mit dem Tod, mit letzten und doch offenen Fragen.
 
Es ist eine intelligente bipolare Bildaufstellungen in den konträren Kontexten unserer digitalisierten Welt. Jost Vobeck reflektiert visuell, wie die neuen bildgebenden Medien, wie Screening und Scanning, die Bildwahrnehmung verändern.
 
Vobecks Pictorial Turns geben hierauf eine künstlerische Antwort.
 
Die digitale Durchleuchtung seiner Bilder schafft auch einen neuen Blick auf das vorangegangene Werk, lässt etwas sehend verstehen, was vorher nur ahnbar war. Etwas wird sichtbar: die verborgene kreative Potenz.
 
In dieser zweiten Generation seiner Bilder werden Raum- und Zeitrelationen verschoben. Das eigene Werk wird neu kontextualisiert. Jost Vobecks authentische  Bildwelt zeigt die Vernetzung unserer Welt. In seinen Pictorial Turns gewinnt er visuell-intuitiv eine subjektive Bildrealität auf einer digitalisierten Ebene. Eine Antiwelt im Cyberspace von ungreifbarer Schönheit!
 
Und doch: "Dies ist, weil jenes ist!“, so steht es an der Tür zu seinem Atelier. q.e.d.
Berlin, maj 2010  
Doris Blank, konstvetare  
Kurzbiographie  
 
     
 
Galleri Lilith Waltenberg, Bergsgatan 9 i Malmö
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lördag kl 12 - 16  onsdag - fredag kl 12 - 17:30  
eller enligt överenskommelse

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